Anfrage Sozialamt

Sehr geehrter Herr Vizebürgermeister!

Laut Leitlinie des Linzer Amtes für Soziales, Jugend und Familie, Bedarfsorientierte Mindestsicherung ist eine Aufgabe dieser Behörde Menschen, die sich in einer sozialen Notlage befinden, ein menschenwürdiges Leben sicherzustellen und dazu zu befähigen diese soziale Notlage zu überwinden.

Leider kommt es im Kontakt der Behörde mit unterstützungssuchenden Menschen immer wieder zu Missständen. Bemängelt wird hier die mangelnde Zeit der zuständigen SachbearbeiterInnen für ein ausführliches Beratungsgespräch, unklare Auskünfte über Ansprüche mit der Folge, dass Unterstützungssuchende zwischen den Behörden im Kreis geschickt werden und was besonders bedauerlich ist, auch der Umgangston gegenüber den Unterstützungssuchenden entspricht mitunter nicht heutigen Standards geglückter Kommunikation.

Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage:

Für wieviele Unterstützungssuchende ist ein/e SachbearbeiterIn, der/die auch Entscheidungen über die Zuerkennung von Leistungen aus der offenen Sozialhilfe trifft, zuständig? Ist daran gedacht hier durch Personalaufstockungen Entlastung zu schaffen?

Welche Leitlinien und Qualitätskriterien der sozialen dienstleistungsorientierten Arbeit kommen bei der Sozialbehörde zur Anwendung? Werden diese regelmäßig etwa durch KundInnenbefragungen überprüft? Besteht für MitarbeiterInnen mit KundInnenkontakt die Möglichkeit psychosoziale Weiterbildungsmaßnahmen und Supervisionsstunden zu besuchen? Wenn ja welche psychosozialen Weiterbildungen werden angeboten und wieviele Supervisionsstunden stehen pro MitarbeiterIn jährlich zur Verfügung?

Mit freundlichen Grüßen!

GR Magª Gerlinde Grünn